Josua – der Landverteiler
Gott hatte nicht zu Josua gesagt: Zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, geben will! Nein! Der Herr hatte gesagt: „Zieh … in das Land, das ich ihnen gegeben habe!“
Danach bekräftigte der Herr diese Tatsache erneut, als ER sagte: „Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werde, habe ich euch gegeben“
Jos.1,2-3
Wir alle wissen, dass Jesus das Werk vollendet und vollbracht hat, zu dem Gott IHN gesandt hat. Das bezeugte ER selbst in SEINEM Gebet (Jh.17,4) und mit SEINEN letzten Worten am Kreuz
Jh.19,30
Demnach gibt es für uns nichts zu erobern und zu vollbringen, denn wenn Gottes Wort sagt, dass „ER uns mit SEINEM Sohn alles geschenkt hat“ (Röm.8,32), dann gibt es kein geistliches Gut, keinen geistlichen Segen, den Gott uns nicht schon gegeben hat.
Diese Wahrheit bekräftigte Paulus, als er an die Gläubigen in Ephesus schrieb: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem (jedem) geistlichen Segen im Himmel durch Christus“
Eph.1,3
Das aber bedeutet, dass wir, um vor Gott heilig und gerecht zu sein, nichts leisten, nichts vollbringen und nichts erarbeiten müssen, weil Christus es schon für uns getan hat!
ER war es, der gekämpft, geblutet und gelitten hat! ER war es, der gehorsam war bis zum Tod am Kreuz! ER war es, der alle gerechten Forderungen Gottes erfüllt und alle bösen Mächte überwunden hat!
Jetzt ruft ER dir und mir zu: „Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch … Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben … Kommt her zu mir! Hört, so werdet ihr leben“
Jes.55,1-3
Wir können also umsonst empfangen, was Christus vollbracht, erreicht und erlangt hat!
Wir können also aufhören, uns selbst zu verbessern!
Wir können also aufhören, unsere eigene Gerechtigkeit aufzurichten!
Wir können zu der Ruhe eingehen, in die Christus eingegangen ist und „von unseren Werken ruhen, so wie ER von SEINEN Werken ruht“
Hebr.4,9-11
Die einzige Bedingung lautet: „Kommt her! Hört doch auf mich! Kommt her zu mir!“
„Zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe!“
Den Worten des Herrn zufolge waren die Israeliten bereits rechtmäßige Besitzer des Landes, in das sie noch keinen Fuß gesetzt hatten! Das aber bedeutete, dass in diesem Augenblick alle sieben Völker, die jetzt noch in ihren Häusern wohnten, ihr Wohn- und Bleiberecht verloren hatten und alles, was sie besaßen, einem neuen Besitzer übertragen worden war! Die Völker Kanaans wussten es nur noch nicht!
Wir wissen, dass das Land, das jetzt eingenommen und an die Israeliten ausgeteilt werden sollte, ein „gutes Land“ war, „ein Land, darin Milch und Honig flossen“!
Als der Herr dieses Land genauer beschrieb, sagte ER: „Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst … Wenn dich nun der Herr, dein Gott, in das Land bringen wird, von dem ER deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hatte, es dir zu geben – große und schöne Städte, die du nicht gebaut hast, und Häuser voller Güter, die du nicht gefüllt hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht gegraben hast, und Weinberge und Ölbäume die du nicht gepflanzt hast, und wenn du nun isst und satt bist, so hüte dich, dass du den Herr vergisst, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft geführt hat … Denn der Herr, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen, ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäume und Honig gibt, ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz aus den Bergen haust. Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herr, deinen Gott, loben für das gute Land, das ER dir gegeben hat“
5.Mose 6,6-12; 8,7-10
Erachte Gottes Wort, das Wort des Lebens, als dein GUTES Land!
Erachte die Offenbarung Jesu Christi als dein GUTES Land, „denn in IHM wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig … und in IHM bist du zu dieser Fülle gebracht worden“
Kol.2,9-10 Elberfeld
Dann lass den Heiligen Geist dein himmlischer „Landverteiler“ sein, denn ER wurde dir gegeben, damit du erkennen und in Besitz nehmen kannst, „was dir von Gott geschenkt worden ist“
1.Kor.2,11-12
ER wurde dir gegeben, um dich „in alle Wahrheit zu leiten.“
ER wurde dir gegeben, um Jesus vor deinen Augen „zu verherrlichen.“
ER ist der himmlische „Landverteiler“, der Tag für Tag von dem nimmt, was Christus gehört, „um es dir zu verkündigen“ und auszuteilen
Jh.16,12-15
Doch Achtung! Wir dürfen nicht vergessen, dass das verheißene „Gute Land“ von sieben Völkern bewohnt war, die ihren Besitz nicht freiwillig hergeben wollten!
Was sagte der Herr, als die Israeliten vor Jericho standen, einer Stadt, die „verschlossen und verwahrt war vor den Israeliten, sodass niemand heraus- oder hineinkommen konnte“? ER sagte: „Siehe, ich habe Jericho samt seinem König und seinen Kriegsleuten in deine Hand gegeben“
Jos.6,1-2
„Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werde, habe ich euch gegeben!“
Hat der Herr diese Worte nur zu Josua gesagt, oder gelten sie auch dir und mir?
Hat der Herr nur zu Josua gesagt: „Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen“, oder ist es auch SEIN Versprechen an dich und mich?
Die Antwort gibt uns der Schreiber des Hebräerbriefs, denn als er von Geldgier und Unzufriedenheit sprach, sagte er (Hebr.13,5-6): „Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem was da ist. Denn der Herr hat gesagt (Josua 1,5): Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen. So können auch wir getrost sagen: Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun? (Ps.118,6)“.
Wem hatte der Herr diese Verheißung gegeben? Josua!
Wann war sie ihm gegeben worden? Als Josua geldgierig und unzufrieden war? Nein! Dieses Versprechen gab Gott seinem Diener, als der sich bereit machte, das verheißene Land einzunehmen!
War es Josua gewesen, der daraufhin geantwortet hatte: „Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun“? Nein! Dieses Bekenntnis des Glaubens hatte ein Psalmist Jahrhunderte später ausgesprochen, der „in seiner Angst den Herrn angerufen“ hatte und von IHM getröstet worden war
Ps.118,5-6
Wir erkennen also, dass alles, was der Herr dem Josua zugesagt hat, auch dir und mir gilt!
„Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang!“
Bedenkt man, dass Josua sieben Völker Kanaans besiegen und deren Besitz einnehmen sollte, dann muss man sagen, dass Gottes Zusage alle Dimensionen sprengte!
Doch warum wollte der Herr diese Völker „vertilgen“? Warum sollten die Israeliten deren Opferstätten und „Steinmahle umreißen und zerbrechen“? Warum wollte der Herr, dass die Israeliten „die Bewohner des Landes vor ihnen her ausstoßen und keinen Bund mit ihnen schließen“?
Die Antwort lautet: „Lass sie nicht wohnen in deinem Land, dass sie dich nicht verführen zur Sünde wider mich; denn wenn du ihren Götter dienst, wird dir das zum Fallstrick werden“
2.Mose 23,23-33
Was haben die sieben Völker Kanaans mit uns zu tun?
Ja, es ist wahr, dass Gott uns in Christus mit jedem geistlichen Segen gesegnet hat! Jeden Tag dürfen wir aus der Fülle Christi nehmen – frei und umsonst – Gnade um Gnade!
Doch wie lange wird es gut gehen, wenn wir „die Kanaaniter“ neben uns dulden, sie unbeachtet lassen und sie sich ausbreiten können?
Was beklagte der Psalmist, als er viele Jahre später Rückschau hielt? Er sagte: „Auch vertilgten sie (die Israeliten) die Völker nicht, wie ihnen der Herr doch geboten hatte, sondern sie ließen sich ein mit den Heiden und lernten ihre Werke und dienten ihren Göttern; die wurden ihnen zum Fallstrick .. sie opferten den Göttern Kanaans … sie machten sich unrein … und wurden abtrünnig“
Ps.106,34-39
Das „Gute Land, in dem Milch und Honig fließen“, lernen wir kennen, wenn wir die ersten drei Kapitel des Epheser-Briefs lesen, denn hier erfahren wir, womit Gott uns in, mit und durch Christus gesegnet hat!
Doch in den letzten drei Kapiteln dieses Briefes erfahren wir, welche Widersacher uns entgegenstehen und verhindern wollten, dass wir unser himmlisches Erbte einnehmen und genießen!
Davon sprach Paulus, als er den Gläubigen schrieb: „Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet … Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit … Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonnen nicht über eurem Zorn untergehen … Gebt nicht Raum dem Teufel … Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen Händen das nötige Gut … Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, damit es Segen bringe denen, die es hören … Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit … Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört. Auch schandbare und närrische oder lose Reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung … Habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf … Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi“
Eph.4,22-5,21
Hier werden alle „Kanaaniter“ genannt, die wir Tag für Tag besiegen und überwinden müssen! Tun wir es nicht, ist unser geistliches Leben bedroht, denn dann werden wir Verlust erleiden und unser friedvolles Miteinander wird Schaden erleiden!
Denken wir an Achan! Er war ein Israelit, der aktiv beteiligt war, als Jericho erobert und eingenommen wurde!
Doch während er siegreich voranschritt, fiel sein Blick auf „einen kostbaren babylonischen Mantel“, der, so hatte es der Herr befohlen, „dem Bann verfallen war“
Jos.6,17-19
Aber Achan wollte gut aussehen und sah sich in diesem Mantel von anderen bewundert und beneidet, weshalb er den Mantel, zweihundert Lot Silber und eine Stange von Gold an sich nahm und in seinem Zelt vergrub
Jos.7,21
Das aber war dem Herrn zuwider! Als die Israeliten danach auszogen, um Ai zu erobern, wurden „sechsunddreißig Mann erschlagen“. Warum? Weil der Herr nicht mit ihnen in den Kampf gezogen war!
Als Josua seine Kleider zerriss und vor dem Herrn auf sein Angesicht fiel, sagte der Herr: „Steh auf. Warum liegst du da auf deinem Angesicht? Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe, und haben von dem Gebannten genommen und gestohlen und haben’s verheimlicht und zu ihren Geräten gelegt ... Ich bin hinfort nicht mit euch, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte tilgt“
Jos.7,6-12
Ähnliches wird uns auch im neuen Testament berichtet: Als die Gemeinde Jesu in Jerusalem wuchs und viele Arme zu versorgen waren, verkauften Gläubige ihren Besitz, um die Not der Bedürftigen zu lindern. So auch Hananias und Saphira! Doch sie taten es nicht aus innerer Überzeugung, sondern weil sie nicht ins Gerede kommen wollten. So verkauften sie zwar ihren Acker, behielten aber einen Teil des Erlöses und gaben vor, dass es sich um den vollen Betrag handelte. Warum taten sie das? Sie wollten gut aussehen, Achtung und Anerkennung gewinnen!
Als Hananias vor Petrus traten, fragte ihn der Apostel: „Warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und etwas vom Geld des Ackers zurückbehalten hast. Hättest du den Acker nicht behalten können, als du ihn hattest? Und konntest du nicht auch, als er verkauft war, noch tun, was du wolltest? Warum hast du dir dies im Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen“
Apg.5,1-5
Daran erkennen wir, dass Christus Heuchelei und Betrug in SEINER Gemeinde nicht dulden wird! ER will nicht, dass wir uns selbst Ansehen verschaffen!
Diese „Kanaaniter“ haben im „Guten Land“ keine Bleiberecht!
Was sagte Josua zu Achan, als der Herr den Betrug aufgedeckt hatte? Wir lesen: „Und Josua sprach: Weil du uns betrübt hast, so betrübe dich der Herr an diesem Tage. Und ganz Israel steinigte ihn und verbrannt sie mit Feuer“
Jos.7,25
„Du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will!“
Gott hat uns nicht nur SEINEN Geist gegeben, der uns in alle Wahrheit leitet und uns offenbart, was uns von Gott geschenkt worden ist!
Damit die „Heiligen und Geliebten Gottes“ (Kol.3,12), ihr himmlisches Erbteil einnehmen können, hat Christus SEINER Gemeinde „Gaben gegeben“, Menschen, die „die Heiligen zurüsten“, damit „alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi“
Eph.4,11-14
Wir erkennen also, dass nichts von dem, was Gott uns mit Christus geschenkt hat, nur für uns selbst bestimmt ist!
Wenn uns „der Gott allen Trostes getröstet hat“, dann sollen wir „mit dem Trost, mit dem wir getröstet wurden, andere trösten“
2.Kor.1,3-4
Wenn uns Gottes Geist etwas offenbart hat, „was uns von Gott geschenkt worden ist“ (1.Kor.2,12), dann sollen wir anderen mit dieser Erkenntnis dienen!
Wenn wir uns elend fühlten und Gott uns aufgerichtet und in SEINE liebenden Arme genommen hat (Lk.15,20), dann sollen wir anderen Elenden bezeugen, dass Gott die Elenden liebt und dass ER sich ihrer Nöte gerne annimmt
Ps.34,7-3
So, wie kein Glied unseres Leibes für sich selbst lebt, so auch die Glieder Christi nicht, denn „jedes Glied soll das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft“ und so dazu beitragen, „dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe“
Eph.4,15-16
Wir erfahren, dass „der Herr große Steine vom Himmel fallen ließ“, als sich fünf feindliche Könige miteinander verbündet hatten, um mit ihrem Heer den Vormarsch der Israeliten zu stoppen.
Doch als man diese Könige schließlich in einer Höhle entdeckte, in der sie sich versteckt hatten, „rief Josua alle Männer Israels zu sich und sprach zu den Obersten des Kriegsvolks, die mit ihm gezogen waren: Kommt her und setzt eure Füße auf den Nacken dieser Könige. Und sie kamen und setzten ihre Füße auf ihren Nacken. Und Josua sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, seid getrost und unverzagt; denn ebenso wir der Herr allen euren Feinden tun, gegen die ihr kämpft“
Jos.10,1-11+16-25
Gibt es etwas Erfüllenderes, als anderen Gläubigen zu helfen, ihren Fuß auf den Nacken ihrer Feinde zu setzen?
Doch bevor die Israeliten ihren Fuß auf den Nacken ihrer Feinde setzen konnten, mussten wichtige Vorbereitungen getroffen werden!
So gebot Josua dem Volk: „Schafft euch Vorrat, denn nach drei Tagen werdet ihr hier über den Jordan gehen“
Jos.1,11
Danach stellte Josua sicher, dass drei Stämme, deren Gebiet die Israeliten bereits erobert hatten, ihre Brüder im Kampf unterstützten, die ihr Land noch nicht eingenommen hatten.
Doch die Antwort der Rubeniter, Gaditer und des halben Stamms Manasses war einhellig und lautete: „Alles, was du geboten hast, das wollen wir tun, und wo du uns hinsendest, da wollen wir hingehen. Wie wir Mose gehorsam gewesen sind, so wollen wir auch dir gehorsam sein … Wer deinem Mund ungehorsam ist und nicht gehorcht, der soll sterben. Sei nur getrost und unverzagt“
Jos.1,12-18
Es gab drei Stämme, die an der Seite ihrer Brüder kämpften, obwohl sie ihren Besitz bereits erhalten hatten! Doch anstatt sich um ihr eigenes Wohlergehen und das ihrer Familien zu kümmern, halfen sie anderen, das zu erobern und einzunehmen, was sich noch in Feindeshand befand!
Was lernen wir daraus?
In der Gemeinde Jesu Christi gibt es nur ein Miteinander – kein Gegeneinander!
Nur gemeinsam, „mit allen Heiligen“, können wir die Dimensionen Christi ergreifen – SEINE „Breite, Länge, Höhe und Tiefe“
Eph.3,18
Einmütigkeit, Herzlichkeit, eines Sinnes zu sein, gleiche Liebe zu haben, einander zu ermutigen und zu erbauen, das alles ist in der Gemeinde Jesu unverzichtbar!
Wenn wir jedoch miteinander zanken (1.Kor.3,3), einander neiden (Jak.4,2) und auf unserem Recht beharren (1.Kor.6,7), dann kann das große Werk nicht gelingen!
Wenn sich jeder Gläubige nur um „sein Haus“ kümmert und „das Haus des Herrn (die Gemeinde Jesu) wüst steht“, dann können wir, wie der Herr durch den Mund Haggais sagte: „Viel säen und werden (geistlich) wenig einbringen! Wir werden trinken und doch durstig bleiben! Wir werden uns kleiden und doch nicht warm werden.“
Dann mögen wir wohl viel erwarten, doch es wir wenig sein, was wir heimbringen. Und warum das? Die Antwort des Herrn lautet: „Weil MEIN Haus so wüste dasteht und ein jeder eilt, für sein Haus zu sorgen“
Hagg.1,2-11
Es lohnt sich, wenn wir „zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten“, denn wenn wir es tun, wird uns „alles zufallen“, was wir täglich benötigen
Mt.6,31-34
Nachdem sich Josua der Einmütigkeit der Israeliten vergewissert hatte, sandte er zwei Männer aus, die erkunden sollte, wie die Stimmung in Jericho war. Dort trafen sie eine Frau namens Rahab, die zu ihnen sagte: „Ich weiß, dass der Herr euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken vor euch ist über uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch feige geworden … es wagt keiner mehr, vor euch zu atmen“.
Als die beiden Männer zu Josua zurückgekehrt waren und ihm berichtet hatten, was Rahab gesagt und wie sie sie vor ihren eigenen Leuten versteckt hatte, sagten sie zu Josua: „Der Herr hat uns das ganze Land in unsere Hände gegeben, und es sind auch alle Bewohner des Landes vor uns feige (mutlos) geworden“
Jos.2,1-24
Als der Tag gekommen war, um den Jordan zu durchschreiten, stellten die Israeliten fest, dass der Fluss Hochwasser führte!
Doch erneut wurde deutlich, dass alle, die sich anschickten, das verheißene Land einzunehmen, nicht mit ihren Vätern zu vergleichen waren, die in der Wüste gestorben waren: Keiner murrte! Keiner beschwerte sich! Keiner wich zurück! Keiner äußerte Zweifel daran, ob es einem ganzen Volk gelingen kann, einen Fluss bei Hochwasser zu durchschreiten!
Die Schrift berichtet: „Nach drei Tagen aber gingen die Amtleute durchs Lager und geboten dem Volk: Wenn ihr die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, seht und wie die Priester aus dem Stamm Levi sie tragen, so brecht auf von eurem Ort und folgt ihr nach … Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird der HERR Wunder unter euch tun. Und zu den Priestern sprach er: Hebt die Bundeslade auf und geht vor dem Volk her! Da hoben sie die Bundeslade auf und gingen vor dem Volk her. Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich anfangen, dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: Wie ich mit Mose gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein. Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich: Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen. Und Josua sprach zu den Israeliten: Herzu! Hört die Worte des HERRN, eures Gottes! Daran sollt ihr merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist und dass ER vor euch vertreiben wird die Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter: Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers über die ganze Erde wird vor euch hergehen in den Jordan … Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den Jordan zu gehen, und die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen, und als die Träger der Lade an den Jordan kamen und die Füße der Priester, die die Lade trugen, ins Wasser tauchten – der Jordan aber war die ganze Zeit der Ernte über alle seine Ufer getreten –, da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt Adam … aber das Wasser, das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floss ganz weg. So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho. Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war“
Jos.3,2-17
„Heute will ich anfangen, dich groß zu machen!“
Wir lesen weiter: „An vierzigtausend zum Krieg gerüstete Männer gingen vor dem Herrn her zum Kampf ins Jordantal von Jericho. An diesem Tag machte der Herr den Josua groß vor ganz Israel. Und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet hatten, sein Leben lang“
Jos.4,13-14
Keiner von uns kann sich selbst erhöhen! Ein Mensch aber, der Christus glaubt und IHM vertraut, den wird Gott „zu SEINER Zeit erhöhen“ und „zu Ehren bringen“
1.Petr.5,6; Ps.91,15
Danach wird uns berichtet: „Als nun alle Könige der Amoriter, die jenseits des Jordans nach Westen zu wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meer hörten, wie der HERR das Wasser des Jordans ausgetrocknet hatte vor den Israeliten, bis sie hinübergegangen waren, da verzagte ihr Herz, und es wagte keiner mehr zu atmen vor den Israeliten“
Jos.5,1
Nachdem die Israeliten den Jordan durchquert hatten und im Guten Land angekommen waren, befahl der Herr dem Josua: „Mache dir steinerne Messer und beschneide die Israeliten wie schon früher“.
Nachdem auch das geschehen war, sagte der Herr: „Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt. Und diese Stätte wurde Gilgal genannt bis auf diesen Tag. Und als die Israeliten in Gilgal das Lager aufgeschlagen hatten, hielten sie Passa am vierzehnten Tag des Monats am Abend im Jordantal von Jericho und aßen vom Getreide des Landes am Tag nach dem Passa, nämlich ungesäuertes Brot und geröstete Körner. An eben diesem Tag hörte das Manna auf, weil sie jetzt vom Getreide des Landes aßen, sodass Israel vom nächsten Tag an kein Manna mehr hatte. Sie aßen schon von der Ernte des Landes Kanaan in diesem Jahr“
Jos.5,9-12
Welch ein denkwürdiger Tag: Vierzig Jahre lang war kein Israelit beschnitten worden! Erst jetzt, nachdem alle, die der Stimme des Herrn nicht gehorcht hatten, in der Wüste gestorben waren und ihre Söhne das verheißene Land betreten hatten, wurden diese beschnitten!
In Gottes Augen bedeutete das, dass ER SEINEN Bund, den ER mit Abraham geschlossen hatte, mit dieser neuen Generation bekräftigte und bestätigte!
„Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt!“
Danach hielten die Israeliten Passa! Auch das hatten sie während ihrer Wüstenwanderung nicht getan!
Danach aßen sie von dem Getreide des Landes!
Beachte! Kein Israelit hatte einen Acker pflügen müssen! Keine Aussaat war nötig gewesen! Vom ersten Tag an, nachdem sie das Gute Land betreten hatten, konnten die Israeliten ernten, was Gott ihnen bereitet hatte!
Danach gab es kein Manna mehr!
Das ist es, was „Landverteiler“ tun: Sie verkündigen Menschen, was Gott in Christus getan hat und helfen ihnen so, die Schande ihres alten Lebens abzulegen und hinter sich zu lassen!
Sie verkündigen ihnen, dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnt hat!
Sie lassen Menschen wissen, dass Gott ihrer Sünden – um Christi Willen – nicht mehr gedenkt!
„Landverteiler“ helfen anderen, vom Brot des Lebens zu essen, das Gott uns in SEINER Liebe schenkt und von dem Kelch des Segens zu trinken, den ER uns in SEINER großen Barmherzigkeit darreicht!
„Landverteiler“ helfen anderen, damit sie aus der Fülle Christi nehmen – Gnade um Gnade!
Die Schande Ägyptens und die Schande des Unglaubens waren abgewälzt!
Gottes Bund mit SEINEM Volk war erneuert und wiederhergestellt!
Das Volk ernährte sich dem, was es im Guten Land geerntet hatte!
Doch bevor Josua den Befehl erhielt, Jericho einzunehmen, geschah folgendes: „Und es begab sich, als Josua bei Jericho war, dass er seine Augen aufhob und gewahr wurde, dass ein Mann ihm gegenüberstand und ein großes Schwert in seiner Hand hatte. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden? Er sprach: Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer des Herrn und bin jetzt gekommen … Ziehe deine Schuhe von deinen Füßen; denn die Stätte, darauf du stehst ist heilig. Und so tat Josua“
Jos.5,13-15
Egal, was wir tun: Immer müssen wir uns vergegenwärtigen, dass nicht wir es sind, die kämpfen, streiten und einnehmen! Getrennt von Christus können wir nichts tun und keine Frucht bringen, die von geistlichem Wert ist und Gott ehrt
Jh.15,5
Wenn wir Jesus fragen: „Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken?, dann wird ER uns antworten: „Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den ER gesandt hat“
Jh.6,28-29
Deshalb üben wir uns darin, Christus den Vorrang zu geben – in allen Dingen und in allem, was wir tun
Kol.1,18 Elberfeld
Danach lesen wir: „Jericho aber war verschlossen und verwahrt vor den Israeliten, sodass niemand heraus- oder hineinkommen konnte. Da sprach der HERR zu Josua: Sieh, ich habe Jericho samt seinem König und seinen Kriegsleuten in deine Hand gegeben. Lass alle Kriegsmänner einmal rings um die Stadt herumgehen, und tu so sechs Tage lang. Und lass sieben Priester sieben Posaunen tragen vor der Lade her, und am siebenten Tage zieht siebenmal um die Stadt und lass die Priester die Posaunen blasen. Und wenn man die Posaune bläst und es lange tönt, so soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben. Dann wird die Stadtmauer einfallen, und das Kriegsvolk soll hinaufsteigen, ein jeder stracks vor sich hin. Da rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester und sprach zu ihnen: Bringt die Bundeslade, und sieben Priester sollen sieben Posaunen tragen vor der Lade des Herrn ... Und Josua machte sich früh am Morgen auf, und die Priester trugen die Lade des HERRN. So trugen die sieben Priester die sieben Posaunen vor der Lade des HERRN her und bliesen immerfort die Posaunen; und wer bewaffnet war, ging vor ihnen her, und das übrige Volk folgte der Lade des HERRN, und man blies immerfort die Posaunen“
Jos.6,1-13
Im Bericht vom Durchzug der Israeliten durch den Jordan und beim Sieg über Jericho wird die Lade des Herrn, die Bundeslade, das Zeugnis Gottes inmitten SEINES Volkes, fünfundzwanzigmal erwähnt!
Damit will der Herr uns zeigen, wer das Heft des Handelns in der Hand hat und wer der Siegreiche und Machtvolle ist, der uns im Kampf gegen Mächte und Gewalten zur Seite steht und vorangeht, nämlich der, der einst dem Wasser des Jordans befahlt, wie ein Wall aufrecht zu stehen und die Mauern einer uneinnehmbaren Stadt zu Staub werden ließ!
Es ist „der Herr aller Herren und der König aller Könige“ (Offb.17,14), der auch heute mitten unter SEINEM Volk wohnt und wandelte, vor den SEINEN herzieht und aller Welt SEINE Macht offenbarte!
Wir alle wissen, dass die Bundeslade das sichtbare Zeugnis der Gegenwart Gottes inmitten SEINES Volkes war!
Sie war „die Lade des Zeugnisses“, denn sie zeugte von einem Gott, der in Ägyptenland und in der Wüste Wunder getan hatte!
Nun wurde sie auch zum Zeugnis dafür, dass ein ganzes Volk trockenen Fußes einen Fluss durchqueren kann, der Hochwasser führt! Und, dass man Mauern umstoßen konnte, die bis zum Himmel aufragen!
Was lernen wir daraus?
Die Bundeslade ist ein wunderbares Bild für unseren Herrn Jesus Christus, denn ER ist es, der in unserer Mitte wandelt!
Hat ER nicht gesagt, dass, „wenn sich zwei oder drei in SEINEM Namen versammeln, ER mitten unter ihnen ist“?
Mt.18,20
Hat ER SEINEN Jüngern nicht versprochen, dass ER „alle Tage bei ihnen sein wird“?
Mt.28,20
Steht nicht geschrieben, dass der erhöhte und verherrlichte Menschensohn „mitten unter den goldenen Leuchtern wandelt“ – inmitten SEINER Gemeinde
Offb.1,12-13
Was ist es, dass uns für die Mächte der Finsternis unüberwindlich macht? Sind wir es? Ist es unsere eigene Stärke? Sind es unsere Fähigkeiten?
Nein! Wenn wir stark sind, dann sind wir „stark in dem Herrn“
Eph.6,10
Wenn wir reingewaschen, gerecht und herrlich sind, dann sind wir es durch Christus, unseren Herrn
1.Kor.6,11
Wenn wir alle listigen Anschläge des Bösen und die Welt überwinden können, dass nur deshalb, weil Christus in uns der siegreiche Überwinder ist und „uns allezeit Sieg schenkt“
Eph.6,10-11; Jh.16,33; Röm.8,37, 2.Kor.2,14
„Die Schande“ unseres alten Lebens, das wir ohne Christus gelebt haben, konnte nur „abgewälzt“ werden, weil Christus unsere Schande getragen und auf sich genommen hat!
Wäre ER nicht „zum Allerverachtetsten und Unwertesten“ geworden, hätten wir nicht mit Gott versöhnt werden können
Jes.53,3-5
Ohne Christus kann niemand seine eigene Geschichte umschreiben! Nur durch IHN und in IHM kann „das Alte vergehen und alles neu werden“
2.Kor.5,17
Ohne Christus werden wir auch nicht erleben, dass Mauern vor uns fallen, egal, wie oft wir sie umrunden!
So wie einst die Priester die Lade des Zeugnisses getragen haben, so tragen wir heute den Namen Jesu Christi, wohin wir auch kommen!
Davon hatte unser Herr gesprochen, als er zu Hananias sagte: „Dieser (Saulus von Tarsus) ist mir ein auserwähltes Werkzeug (Gefäß), dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel“
Apg.9,15
Sei dir stets bewusst, dass Gott dich dazu berufen hat, den Namen SEINES Sohnes zu tragen!
Trage Jesus Christus in dein Denken hinein, wenn dich negative Gedanken quälen!
Trage IHN in alles hinein, was dich beschwert und niederdrücken will!
Lass Jesus „die Lade deines Zeugnisses“ sein!
Trage das Zeugnis SEINES Todes in Gedanken hinein, die dich verklagen oder schuldig sprechen wollen!
Trage das Zeugnis SEINER Auferstehung in deine Gefühle und Empfindungen hinein, wenn du dich machtlos, kraftlos und mutlos fühlst!
Trage das Zeugnis SEINER Erhöhung in dein Denken, Fühlen und Trachten hinein, wenn dich Sorgen plagen, die menschlich, irdisch und nichtig sind!
Trage den Namen Jesu Christi zu Menschen, die sich unrein, einsam und ungeliebt fühlen!
Trage den Namen Jesu Christi zu Menschen, die miteinander zanken und stritten!
Trage den Namen Jesu Christi in diese Welt hinaus und sei ein Licht an einem dunklen Ort
Mt.5,13-14; Eph.5,8
Tragen den Namen Jesu Christi mit großer Würde und Dankbarkeit!
Die letzten Worte Josuas!
Wenn ein Mensch alle zusammenruft, die ihm nahestehen, kostbar und wert sind, um ihnen, vor seinem Abscheiden, seine letzten Gedanken mitzuteilen, dann werden alle Geladenen kommen, weil sie wissen, dass das, was hören werden, besonderes Gewicht hat!
Wir lesen: „Und nach langer Zeit, als der HERR Israel Ruhe gegeben hatte vor allen seinen Feinden ringsumher und Josua nun alt und hochbetagt war, berief er ganz Israel, seine Ältesten, Häupter, Richter und Amtleute und sprach zu ihnen: Ich bin alt und hochbetagt, und ihr habt alles gesehen, was der HERR, euer Gott, getan hat an allen diesen Völkern vor euch her; denn der HERR, euer Gott, hat selber für euch gestritten ... Der Herr hat euch große und mächtige Völker vertrieben, und niemand hat euch widerstanden bis auf diesen Tag. Einer von euch jagt tausend; denn der Herr, euer Gott, streitet für euch, wie er euch zugesagt hat. Darum achtet ernstlich darauf um eurer selbst willen, dass ihr den Herrn, euren Gott, liebhabt … So fürchtet nun den Herrn und dient ihm treulich und rechtschaffen und lasst fahren die Götter, denen eure Väter gedient haben … und dient dem Herrn. Gefällt es euch aber nicht, dem Herrn zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt … Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“
Jos.23,1-3.9-11; 24,14-15
Josua wusste, dass er nicht für andere entscheiden konnte, wen sie anbeten, lieben und ehren, wem sie gehorchen, dienen und nachfolgen wollen!
Für sich selbst aber und für sein Haus hatte Josua eine Entscheidung getroffen, die endgültig war: „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!“
Dies soll auch unser Zeugnis sein: Ich aber und mein Haus, wir wollen Christus, dem Herrn, dienen und IHM nachfolgen – bis unsere Zeit gekommen ist und ER uns zu sich ruft!
IHM zu gehören, IHM zu folgen, IHM zu dienen, IHN zu lieben, IHN zu ehren und in IHM zu ruhen, das soll unser Lebensinhalt sein – unser Vorrecht und Privileg!
Wir alle, die wir in Christus Jesus sind, wir sind „Landverteiler“!
Als Paulus auf seinem Weg nach Jerusalem die Ältesten der Gemeinde von Ephesus zu sich rufen ließ, bezeugte er ihnen, was er als „Landverteiler“ getan hatte. Der Apostel Jesu Christi sagte: „Ich habe dem Herrn gedient in aller Demut und mit Tränen und unter Anfechtungen … Ich habe euch nichts vorenthalten, was nützlich ist … Ich habe Juden und Griechen die Umkehr zu Gott und den Glauben an unsern Herrn Jesus bezeugt … Ich habe das Evangelium von der Gnade bezeugt … Ich habe euch den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt … Ich habe von niemandem Silber oder Gold oder Kleidung begehrt … Ich habe drei Jahre lang nicht abgelassen, einen jeden unter Tränen zu ermahnen … Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen“
Apg.20,17-36
Was die Gemeinde Jesu heute braucht, sind Männer und Frauen, die von sich sagen können: „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!“
Die Gemeinde Jesus wird nicht zuerst durch das gebaut, was wir sagen, sondern durch das, was wir sind! Unser Leben ist ein unverzichtbarer Teil der Botschaft, die wir predigen und bezeugen!
Was kann ich anderen austeilen, wenn ich Christus nicht liebe und IHM nicht zugewandt lebe?
Was habe ich anderen zu sagen, wenn SEIN Wort nicht in meinem Herzen wohnt?
Was kann ich widerspiegeln, wenn ich SEINE Herrlichkeit nicht vor Augen habe?
Wie soll ich in den Herzen anderer Menschen Begeisterung entfachen können, wenn mein Herz nicht in Leidenschaft für Christus entbrannt ist?
Deshalb sollte jeder von uns, der ein Landverteiler sein will, sagen können: „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!“
Zuletzt lesen wir: „Und es begab sich nach diesen Geschichten, dass Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des Herrn, starb als er hundertundzehn Jahre alt war … Und Israel dient dem Herrn, solange Josua lebte und die Ältesten, die noch lange Zeit nach Josua lebten und alle Werke des Herrn kannten, die ER an Israel getan hatte“
Josua 24,29+31